Die gute und die böse Seite des Internets
Der Taylor Behl Fall hat mich jetzt lange genug beschäftigt. Es gibt viele Mythen um diesen Mord, der in der Presse und im Internet zu einem Social Networking Fall hochstilisiert wurde. Es hieß, Taylor Behl (oder "Bitter", wie sie sich auf ihrer Myspace.com Seite nannte) hätte ihren Mörder im Internet kennen gelernt. In Wahrheit trafen sich die beiden erst in der Realität und vertieften ihren Kontakt dann später über's Internet. Wen die Story wirklich interessiert, der wird Millionen von Artikeln, Blogs usw. dazu finden. Vieles davon scheint frei erfunden, einiges wurde gelöscht (z.B. die Bildergalerien des Mörders, jedoch ist der Blog noch erreichbar) und auch manch andere Puzzleteile sind noch frei zugänglich. So findet man auf Ben Fawley's (Skulz67) Profilseite unter den Freunden auch das Opfer mit seinem Live Journal Profil. Einige Fotos des Hobbyfotografen kann man noch im Netz finden. Fakt ist, dass die Polizei schließlich die Leiche fand, eben weil der Mörder Fotos im Internet veröffentlicht hatte. Eine Exfreundin erkannte auf einem Foto ein verlassenes Farmhaus und gab den entscheidenden Hinweis.
In einigen Artikeln wurde beschrieben, dass manche Internetuser sich bemüßigt fühlten, ihre kranken Gedanken in Kommentaren auf der myspace Seite des Opfers zu hinterlassen oder gar die ganze Angelegenheit Blairwitchmäßig ins Fiktive zu verkehren. So wurde behauptet, man hätte den Buchstaben W unter den Fingernägeln des Opfers gefunden (in Anlehnung an die TV Serie "Twin Peaks"). Ist dies nun einfach nur Spieltrieb? An welchem Punkt hört der Spaß auf, wenn die Grundlage für eine fiktive Gruselgeschichte ein echter Mord ist?

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